Einspeisung vs. Eigenverbrauch
Du erzeugst Solarstrom und hast die Wahl: ins Netz einspeisen (ca. 8–10 ct/kWh Vergütung) oder selbst verbrauchen (spart 28–35 ct/kWh Netzstrom). Eigenverbrauch ist fast immer wirtschaftlicher.
Eigenverbrauch maximieren
Jede kWh die du selbst nutzt, spart dir 20–25 ct gegenüber Einspeisung + Netzstromkauf. Das E-Auto ist ideal: Es kann als "Puffer" dienen und tagsüber den Solarüberschuss aufnehmen. Je mehr du mit dem E-Auto fährst, desto attraktiver wird die PV-Eigenverbrauchsquote — alle E-Auto-Modelle mit Akkugröße und Ladezeit im Überblick.
Optimale Reihenfolge
- Haushalt versorgen (immer)
- E-Auto laden (wenn PV-Überschuss)
- Speicher füllen (wenn Speicher vorhanden)
- Einspeisung (Rest)
PV-fähige Wallbox für maximalen Eigenverbrauch
Eine smarte Wallbox mit PV-Überschussladen ist der Schlüssel. Der Fronius Wattpilot erkennt automatisch PV-Überschuss und drosselt oder erhöht die Ladeleistung entsprechend — ohne manuelle Eingriffe. Auch go-eCharger und Keba P30 bieten über Modbus-API eine Anbindung an gängige Wechselrichter.
Einspeisevergütung 2026
Die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung beträgt 2026 ca. 8,1 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp (Volleinspeisung: ca. 12,9 ct/kWh). Diese Vergütung ist 20 Jahre ab Inbetriebnahme garantiert. Da Netzstrom 28–35 ct/kWh kostet, lohnt sich Eigenverbrauch fast immer mehr als Einspeisung. Ausnahme: Volleinspeisung kann für sehr alte Anlagen mit hohen Vergütungssätzen (ab 2010: bis 39 ct/kWh) noch sinnvoll sein.
Mit E-Auto und Speicher Eigenverbrauch auf 70–85% steigern
Das E-Auto ist der beste Eigenverbrauch-Beschleuniger: Es kann flexibel laden, wenn die PV-Anlage produziert. Mit einem zusätzlichen Batteriespeicher überbrückst du auch die Abendstunden mit Eigenverbrauch. So kombiniert steigt die Eigenverbrauchsquote von typisch 25–35% (ohne Speicher, ohne E-Auto) auf 70–85% — fast kein Netzstrom mehr nötig.