PV-Überschussladen: Wann es sich wirklich lohnt — mit echter Rechnung

PV-Überschussladen: Wann es sich wirklich lohnt — mit echter Rechnung

PV-Überschussladen klingt perfekt: Sonne scheint, Auto lädt gratis. In der Praxis hakt es aber an einer entscheidenden technischen Hürde — und ob es sich rechnet, hängt von deiner Situation ab. Hier ist die ehrliche Rechnung.

Das grundlegende Problem: Die 1,4-kW-Schwelle

Ein Elektroauto benötigt mindestens 6 Ampere Ladestrom — das entspricht ca. 1,38 kW bei einphasiger Ladung. Liegt dein PV-Überschuss darunter (z.B. an einem bewölkten Herbsttag oder weil Warmwasserbereitung und Kühlschrank schon viel verbrauchen), startet das Auto gar nicht erst.

Im Winter, wenn Heizung und Warmwasser die meiste PV-Energie fressen, bleibt für das Auto oft nichts übrig. Das ist kein Bug — das ist Physik.

Die Rechnung: Lohnt sich intelligentes Laden?

Annahmen: 10 kWp PV-Anlage, 15.000 km/Jahr, 20 kWh/100km Verbrauch = 3.000 kWh Ladebedarf/Jahr.

SzenarioStromkostenJährliche Kosten
Alles Netzstrom (28 ct/kWh)840 €840 €/Jahr
50 % PV-Eigenverbrauch (8 ct/kWh)120 € + 420 €540 €/Jahr
80 % PV-Eigenverbrauch (8 ct/kWh)48 € + 168 €216 €/Jahr

Ersparnis durch 80 % Eigenverbrauch gegenüber reinem Netzstrom: 624 € pro Jahr. Eine intelligente Ladesteuerung (z.B. Fronius Wattpilot für 800 €) amortisiert sich damit in etwa 15 Monaten.

Realistische Eigenverbrauchsquoten

80 % Eigenverbrauch klingt gut — aber wie realistisch ist das?

  • Sommer (Mai–August): 70–90 % möglich, wenn Auto tagsüber zuhause steht
  • Frühling/Herbst: 40–60 %, Wetter-abhängig
  • Winter: 10–30 %, Heizung frisst den meisten Strom
  • Jahresdurchschnitt: Realistisch 40–60 % ohne Speicher

Mit einem Batteriespeicher steigt die Quote auf 70–85 % — aber der Speicher kostet 8.000–15.000 € extra.

Wann lohnt PV-Überschussladen nicht?

  • Auto steht tagsüber nicht zuhause (Berufspendler)
  • PV-Anlage unter 5 kWp (zu wenig Überschuss)
  • Hoher Haushalts-Grundverbrauch (Wärmepumpe ohne Pufferspeicher)
  • Balkonkraftwerk mit 400–800 W — reicht nie für die 1,4-kW-Mindestschwelle

Die beste Hardware-Kombination

Für echtes PV-Überschussladen brauchst du eine Wallbox mit Solar-Integration:

  • Fronius Wattpilot — die beste Lösung für Fronius-PV-Anlagen
  • go-eCharger — günstigste Option mit echter PV-Überschuss-Funktion
  • Keba P30 — über externe Energiemanagementsysteme steuerbar
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